Verein

Netzwerk freie Literaturszene Berlin (NFLB)

Das Netzwerk freie Literaturszene Berlin (NFLB) wurde 2013 gegründet und versteht sich als Interessenvertretung der rund 10.000 Berliner Autor*innen, Übersetzer*innen und freien Literaturveranstalter*innen gegenüber der Landespolitik und der Öffentlichkeit. Das Netzwerk vertritt die Sparte Literatur in der Koalition der Freien Szene.

Im Rahmen der Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2016/17 wurden substanzielle Verbesserung für die Literatur erreicht, darunter eine Aufstockung der Arbeitsstipendien für Autor*innen nach Anzahl und Auszahlungsbetrag, ein Raumprogramm, in dessen Rahmen Co-Working-Spaces und Produktionszentren für Literat*innen entstehen werden, sowie ein spartenübergreifendes Projektförderprogramm aus Mitteln der Citytax.

Ein besonderes Anliegen des NFLB ist es, dass auch nicht-deutschsprachige, in Berlin lebende AutorInnen Zugang zu Arbeits- und Förderstrukturen des Berliner Literaturbetriebs haben, z.B. über fremdsprachige Ausschreibungen von Förderprogrammen oder das gemeinsame Veranstaltungsprojekt „Stadtsprachen“, das nicht auf Deutsch schreibende Berliner AutorInnen in den Mittelpunkt stellt.

Vorstand

Am 12.1.2016 hat sich das NFLB als gemeinnütziger Verein gegründet. Bei der konstituierenden Sitzung des Vereins wurden folgende Personen als Vorstände gewählt:

  1. Moritz Malsch (Vorsitzender, Lettrétage e.V.)
  2. Emma Braslavsky (stellv. Vorsitzende, freie Autorin und Kuratorin)
  3. Aurélie Maurin (stellv. Vorsitzende, kook e.V.)
  4. Eric Schumacher (Kassenwart, KOOK e.V.)
  5. Carolin Beutel (Schriftführerin, freie Literaturveranstalterin)

Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft kann formlos bei einem der Vorstandsmitglieder per Mail beantragt werden. Der Jahresbeitrag für Einzelmitglieder beträgt mindestens 30 Euro, für juristische Personen wie Vereine oder Unternehmen mindestens 60 Euro.

Koalition der Freien Szene

Das Netzwerk freie Literaturszene Berlin ist Mitglied der Koalition der Freien Szene, einem spartenübergreifenden Bündnis der freien Künstler*innen Berlins. Die Koalition der Freien Szene versteht sich als offene Aktionsplattform. Sie ist nicht als Verein organisiert. Ihr Sprecherkreis, in dem Vertreter*innen von Spartenverbänden sowie Einzelkünstler*innen sitzen, vertritt die Koalition gegenüber Medien, Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung.

Die Koalition der Freien Szene (KFS) bündelt die Forderungen der freien Szene in ihrem 10-Punkte-Programm (2012-2016) sowie dem neuen 11-Punkte-Programm. Darin werden Forderungen wie Mindestgagen und Mindesthonorare in allen Kunstsparten, eine Verbesserung des Fördersystems, mehr Künstler*innen-Stipendien sowie transparente Vergabe- und Jurysprozesse erhoben. Erfolge, die oft mit der KFS in Verbindung gebracht werden, sind die neue spartenoffene Förderung der Kulturverwaltung („Citytax“), das neue Programm des Berliner Senats für bezahlbare Räume der künstlerischen Produktion, die geänderte Liegenschaftspolitik sowie die Aufstockung von Stipendien und Preisen zum Doppelhaushalt 16/17.

Alle, die sich der Freien Szene zugehörig oder verbunden fühlen, sind zu den etwa alle drei Monate stattfindenden Plenen der KFS eingeladen. Alle Infos unter www.berlinvisit.org oder auf Facebook.

koalition_der_freien_szene